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	<title>Trimmschiffer 2012</title>
	<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/trimmschiffer-2012/</link>
<description>Ausbildungsschiffer gesucht</description><content:encoded><![CDATA[Erst anmelden, dann geht es zum Kalender.]]></content:encoded><category>News</category>
<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:50:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Historische Bilder von 1905</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/historische-bilder-von-1905/</link>
<description>- Konstruktionszeichnung für die süddt. Einheitsklasse von 1905. - Postkarte mit Poststempel...</description><content:encoded><![CDATA[
<pre></pre>

Beim Durchblättern eines alten Jahrbuchs ist uns dieser Plan in die Hände gefallen.
Das Jahrbuch von 1911 liefert die Geschichte dazu:&nbsp;

<ul>
	<li>
		<p>Konstruktionszeichnung für die süddt. Einheitsklasse von 1905.</p>
	</li>
	<li>
		<p>Postkarte mit Poststempel genau 81 Jahre vor meiner Geburt.</p>
	</li>
</ul>
&quot;Als dann im November desselben Jahres [1905] der Deutsche Segler-Verband die Pflicht auferlegte, mindestens alle 2 Jahre eine offene Wettfahrt zu veranstalten, den süddeutschen Vereinen aber das hierzu nötige Bootmaterial noch fehlte, machten wir es uns gemeinschaftlich mit dem Seglerverein Würmsee, dem jetzigen Königl. Bayer. Jacht-Klub zur Aufgabe, eine Einheitsklasse für Süddeutschland zu schaffen, um besonders der kostspieligen Anschaffung von internationalen Renn-Jachten aus dem Wege zu gehen. So konnte denn auch unser Verein sich aktiv an den offenen Wettfahrten beteiligen. Die für den Verein nach Oerztschen Rissen bei Rambeck in Starnberg erbaute Einheitsjacht konnte bereits im Frühjahr 1907 ihrem Elemente übergeben und auf den Namen „Aktiv“ getauft werden. Als jedoch der D.S.V., um einer Zersplitterung der deutschen Regattasegler vorzubeugen, dieser Einheitsklasse schon im nächsten Jahr das Startrecht entzog, sahen wir uns genötigt, nach einer anderen Klasse uns umzuschauen, wollten wir weiter an offenen Regatten teilnehmen.“ (Das erste Dezennium - ASViM 1911)
<pre></pre>

Beste bbGrüße Adam


<pre></pre>
<pre>Ein Klick auf die Bilder zeigt sie in hoher Qualität</pre>
<div class="clickThumb">
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</div>
]]></content:encoded><category>News</category>
<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 16:32:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Kroatien 2009</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/kroatien-2009/</link>
<description>Reisezeit: 09. - 16. April 2009 </description><content:encoded><![CDATA[
<div id="spaltemitte">
<div class="csc-textpic csc-textpic-intext-right-nowrap">
<div style="MARGIN-RIGHT: 310px">
<div class="csc-textpic-text">Crew: BbBb Sawitzki (Skip), Feiler (CoSkip), Köhle, Krauss III, Kronschnabl, Schipferling, Schlundt, Volkwein, Wagner&nbsp;Schiff:&nbsp;
	<link http://www.argos-yachting.de/yachten/beneteau/cyclades-43-4-4-kabinen-9-kojen-2-wc _blank>Beneteau Cyclades 43.4</link>
, Lüa 13,25m; Breite 4,43m;&nbsp;Tiefgang 1,75m; Verdrängung 9,6t; Segelfläche 82 m²&nbsp;Los ging unsere traumhafte Seereise an der kroatischen Küste wie wohl jede andere des ASViM.&nbsp;Am 9. April trafen wir uns zur Abfahrt in München und schnell wurde klar, dass ein reger Ansturm auf das Auto herrschte, in dem Essen und Trinken erlaubt war. Das von Julian Köhle.&nbsp;Letztenendes waren wir drei Inaktiven, drei Aktiven und drei Füxe auf die zwei Autos verteilt und hatten ganze 12 Stunden Fahrt in ungemütlicher Enge.&nbsp;Erschwerend kam beim Auto von Christian Schlund noch hinzu, dass die Klimaanlage nur sehr sporadisch benutzt worden ist.&nbsp;Doch alle in den hinteren Sitzreihen hielten sich tapfer mit der Aussicht bald unseren Hafen in Pula zu erreichen.&nbsp;Besonders versüßt wurde uns die Fahrt vor allem durch die außergewöhnlich hübsche Zollbeamtinnen, bei der sich ausnahmslos ALLE eine intensivere Kontrolle gewünscht hätten, sowie die österreichischen Verkehrsschilder, die vor zu nahem Auffahren warnen mit der Aufschrift „Das kommt davon“ und einem zerdätschtem Auto als Abbildung.&nbsp;Ja, das ist eine wahre Lebensweisheit die wir besonders oft auf dieser Seereise angewendet haben.&nbsp;Am Abend dann – nach diversen U-Turns im Autobahndschungel Italiens, wo auch das berühmte Venezianische Herz und die Venezianischen Salzspeicher lagern – haben wir uns schnell aufgeteilt um möglichst schnell dass Boot beziehen zu können.&nbsp;Gut war natürlich auch, dass die „Polenschleuder“ (= die Proletenkarre von Bb Köhle) problemlos über alle Bodenwellen geglitten ist und der Dachsarg gehalten hat.&nbsp;Angekommen fuhren Feiler, Schlundt und Kronschnabl einkaufen und der Rest von uns neun stärkte sich schon mal mit dem geschmacklich hoch interessantem Wein, der wohl eigentlich als Essig hätte verkauft werden sollen.&nbsp;Im Supermarkt hatten Feiler, Schlundt und Kronschnabl währenddessen Probleme Ihre 3 prall gefüllten Einkaufswägen an die Kasse zu schieben, erst recht auf das Fliesband zu stellen und vor allem alles im Auto unterzubringen.&nbsp;Doch als echte ASV-ler haben wir alles natürlich souverän gemeistert.&nbsp;Heute war der 22. Geburtstag des neuen Fuxes Christofer Kronschnabl, der aufgrund allgemeiner Erschöpfung der Crew nur kurz gefeiert wurde.&nbsp;Aber das größte Geschenk war der Beginn seiner ersten Seereise.&nbsp;Leider gibt es aber auch etwas hoch tragisches zu berichten.&nbsp;Beim Ausladen unserer kostbaren „Lebensmittel“ ging leider die Kiste mit all den Faschen kaputt in denen die kostbaren hochprozentigen Notfall- und Abendrationen waren.&nbsp;Ein paar wenige der kostbaren Flaschen haben es jedoch überlebt. Was für ein Glück!&nbsp;Der Nachkauf erfolgte natürlich bald.&nbsp;Am nächsten Morgen sind alle relativ früh aufgewacht um – wies im Leben nun mal ist – letzten Endes doch erst relativ spät lossegeln zu können.&nbsp;Nachdem jeder von uns die wichtigsten Manöver gefahren hat um sich an das Boot zu gewöhnen (Mann über Boot, Aufstoppen, Drehen auf dem Teller) hieß es „Volle Kraft voraus in den Süden“.&nbsp;Ziel: Zadar, 44°07N, 015°14E.&nbsp;Leider größtenteils per Motor, da der Wind komplett fehlte.&nbsp;Am Abend wurden wir, wie noch so oft in den weitern Tagen, von Feilers exzellenten Hochseeküche verwöhnt.&nbsp;Der Sundown beim Abendessen mit dem lecker kroatischen Bier in den 2l PET-Flaschen war einfach unbeschreiblich.&nbsp;Ach ja. Natürlich sollte auch erwähnt werden dass wir eine sehr Knoblauchhaltige Kost verzerrt haben, was uns in Zadar letztendlich beschert hat, dass jeder Bb alleine nach Hause gehen musste.&nbsp;Aber dazu später.&nbsp;Während der Nachtwache dann (wir fuhren mit 4 Schichten von je drei Stunden Wache) haben Volkwein und Kronschnabl die wohl schönste Art und Weise erlebt Delfine zu sehn:&nbsp;Zuerst ein ganzes Rudel in der Dämmerung, die vor dem sinkenden Mond bei dem Boot komplett aus dem Wasser gesprungen sind und später sogar noch romantischer im Spiegel der Sonne auf der Wasseroberfläche.&nbsp;Die Delfine sprangen und spielten nur wenige Meter von unserem Boot entfernt.&nbsp;Nur gut dass Feiler noch tief und fest schlief, denn sonst wäre wohl sein Jagdtrieb ausgebrochen und er hätte kurzerhand mit dem Speer ein oder zwei Delfine zum Mittagessen an Bord gezogen…&nbsp;Der Rest des Tages verlief ruhig, leider auch der Wind sowie die Versuche Fische zu fangen.&nbsp;Doch dafür wurden wir mit traumhaften Inselpassagen, ruhigem Wasser, strahlendem Sonnenschein und einer malerischen Einsamkeit auf hoher See belohnt.&nbsp;Während des Tages trimmte Sawitzki immer wieder verschiedene Tagesskipper.&nbsp;So war es das erste Mal noch für die gesamte Crew ein riesen Schock als es hieß “Achtung, Feuer in der Küche!“ und der Tagesskipper den theoretischen und praktischen Ablauf durchspielen musste um die Probleme zu lösen.&nbsp;Ruderbrüche, Motorbrände, Wasser in der Bilge und natürlich „Skipper über Bord Manöver wurden so bei jeden Wind und Wetterverhältnissen einmal ausgeführt, was alle – also auch Zuschauern – riesige Lerneffekte brachte, die wir wohl alle brauchen, wenn wir einmal soweit sind und ein Schiff chartern.&nbsp;Zum Abendessen gab es nach exzellenter Fuxenmajor-Küchen-Strategie Knoblauch mit Nudeln.&nbsp;Ja, richtig.&nbsp;Nicht Nudeln mit Knoblauch sondern Knoblauch mit Nudeln.&nbsp;Ach ja, das Angeln ist übrigens nach wie vor ein „Flop“. Zu allem Überdruss haben wir sogar unsere einzigen letzten Blinker verloren.&nbsp;Abends sind wir dann im Hafen von Zadar eingelaufen, wo uns im letzten Augenblick des Anlegemanövers noch ein ernsthaftes Problem passierte.&nbsp;Ein Getriebeschaden führte zum Totalausfall des Vorwärtsganges.&nbsp;Glücklicherweise waren wir schon fast in unserer Parkbucht und konnten das 9,6Tonnen schwere Boot in unsere Lücke „hangeln“.&nbsp;Dann ging’s sofort los, den letzten Supermarkt vor den Osterfeiertagen zu finden…und unser Problem war klar: es war bereits deutlich nach 19.00 Uhr, Samstagabend vor Ostersonntag in einem hochkatholischem Land.&nbsp;Nach langen erflogslosem Suchen war unsere Panik schon groß:&nbsp;Wir Männer brauchten Bier, wir brauchten Schnaps, wir brauchten Fleisch.&nbsp;Und von allem möglichst viel!&nbsp;Glücklicherweise fanden wir den wohl einzigen, noch geöffneten Supermarkt der hübschen kroatischen Kleinstadt.&nbsp;Ganz im „Tante Emma Laden“ - Stil, mit 9qm Ladenfläche und einer einzigen Tiefkühltruhe wurde dieser süße Laden von einer Horde hungriger und durstiger ASV-lern übernommen.&nbsp;Wir kauften fast den gesamten Laden auf, was die Verkäuferin selbst kaum glauben konnte, wie sich zum Beispiel gezeigt hat, als wir den Käse haben wollten (ein ca. 30 cm. Langer Gauda Block) und sie erst beim dritten mal von mit Händen und Füssen gestierten Bewegungen verstanden hat, dass wir ASV-ler keine halben Sachen machen sondern alles wollen.&nbsp;Dann begann das Warm up am Boot…Bier, viel Ramses III (nachdem die ersten 2 Königs Rums heimtückisch im Hafenbecken von Pula ertränkt worden sind) Whisky, Vodka mit Gurken, etc.&nbsp;Als dann noch Schipferling die Gitarre auspackte und die Füxe anfingen Hymnen über den Fuxmajor und die Seereise anzustimmen ging die Bootparty (und das Stärken) so richtig los.&nbsp;Auf unserer Beneteau war dann so richtig gute und laute Stimmung bis die Securities kamen und uns darauf hinwies, dass 50 cm links und rechts von unserem Boot noch andere Schiffe liegen. Ach ja…das hätten wir fast vergessen.&nbsp;Irgendwann am fortgeschrittenen Abend zogen wir dann los um die Stadt unsicher zu machen.&nbsp;Schon früh war klar: Köhle kümmerte sich um die Engländerinnen und der Rest um die einheimischen Mädchen.&nbsp;Unglücklicherweise stehen kroatische Frauen kaum auf Deutsche und noch weniger auf extreme Knoblauchfahnen.&nbsp;Auf jeden Fall waren uns alle der hübschen Damen sehr aufgeschlossen, solange wir nur tanzten.&nbsp;Aber sobald wir den Mund aufgemacht haben war der Spaß vorbei.&nbsp;So nahmen wir an diesem Abend weder Frau, Schild oder sonstige Souvenirs mit.&nbsp;Lag bestimmt am Knoblauch. Sonst klappt´s schließlich auch immer!&nbsp;Dafür zeigte am Abend am Boot der Fuxmajor seinem Fux Krauss III noch was ganz besonderes … ein wahres erschreckendes aromatisches Erlebnis für alle im Boot, so stark war der Geruch.&nbsp;Am nächsten Morgen waren wir gut gerädert. Doch dank Feiler Köhle-Tabletten, Iso-Drinks und sonstigen Chemikalien warn wir schnell wieder auf den Beinen und starteten unsere City-Sightseeing-Tour.&nbsp;Nachmittags brachen wir dann mit wieder funktionierendem Getriebe auf Richtung Norden,&nbsp;setzten Segel, genossen 3 Beaufort Wind und erklärten Wagner zum Tagesskipper.&nbsp;Dabei genossen wir die untergehende Sonne, fuhren kurze Zeit in einem Regatterfeld mit und ließen einen weiteren atemberaubenden Segeltag ausklingen.&nbsp;Am nächsten Tag, Ostermontag, frischte dann der Wind so richtig auf und endlich hatten wir unsere 30 Knoten Wind, was besonders Volkwein riesige Glücksgefühle bescherte.&nbsp;Also segelten wir spontan weiter Richtung Cres.&nbsp;Und bei so 6-7 Windstärken bekamen auch die ersten Crewmitglieder erste Anzeichen von Seekrankheit. Doch oben an Deck genoss trotzdem natürlich jeder den Wind!&nbsp;Spät abends liefen wir in Cres ein.&nbsp;Den Abend ließen dann die einen kürzer, die anderen länger in dem Local Pub direkt an der Marina ausklingen.&nbsp;Da lernten wir dann auch einen Englischen Nationalspieler kennen, der aus „Chiwubajakachja“ kam ….. Sawitzki, Volkwein, Schipferling und Kronschnabl wissen genau wer gemeint ist.&nbsp;Am nächsten Morgen gönnten wir uns auf dem Boot ein richtiges Gourmet-Frühstück, mit Obst, frischem Schafskäse, Baguette, Salami und allem drum und dran.&nbsp;Danach schauten wir uns die Stadt an, welche den meisten von uns mit Abstand am besten gefallen hat. Sie hatte richtiges mediterranes Flair, enge Gassen, sanfte Hügel und viele schöne Cafés.&nbsp;Punkt 15.00 Uhr legten wir wieder ab.&nbsp;Kurs: Eine schöne Bucht zum übernachten in der Nähe Pulas.&nbsp;Auch heute hatten wir fabelhaften Wind, so dass jeder von uns etwas im Raumen Wind trimmen konnte, während sich Feiler nicht von der extremen Krängung aufhalten lies, das beste Putenfilet der Welt zu braten.&nbsp;Abends in der Bucht legten wir Anker auf 44°47,3N, 013°55,9E bei Ceja.&nbsp;Da recht starker auflandiger Wind war hatten wir die ganze Nacht Ankerwache und konnten den traumhaften Sternenhimmel beobachten.&nbsp;Kurz nach Sonnenaufgang fuhren dann Köhle und Kronschnabl mit dem Dingi zum Semmelholen ans Festland, Schlundt entdeckte sein neues Hobby: das Sportfischen und Kronschnabl sprang noch ins Wasser.&nbsp;Nach dem Frühstück, wissenschaftlichen Studien über das Rivalitätsverhalten von Möven und sonstigen Späßchen setzten wir Segel und starteten heimwärts nach Pula.&nbsp;Während die Füxe für den SBF See lernten (den übrigens alle erfolgreich bestanden) ließen es sich die anderen an Deck mit den Bierreserven noch richtig gut gehen.&nbsp;Trotz einer ungezügelter Anmache beim Anlegen am Hafen eines Fuxes der zu einer jungen Frau auf einem Boot rief „Hey Bunny!“ - oder war’s vielleicht der Fuxmajor?&nbsp;Naja, auf jeden Fall gelang der Crew unter Sawitzki trotz allgemeiner Heiterkeit ein einsA Anlegemanöver.&nbsp;Dann hieß es: Boot klarieren, putzen und die letzten noch zahlreichen Bierreserven zu vernichten.&nbsp;Doch das Große Highlight des Tages passierte während fast alle beim Duschen waren:&nbsp;Ein mysteriöser Anruf mit der Vorwahl 0066 erreichte uns mit ganz klarer Ansage:&nbsp;„In 15 Minuten läuft eine Telefon-Stafette zwischen ASV Thailand und ASV Kroatien. Wir melden uns, bis gleich!“&nbsp;Und so traten wir 2 Seereisegruppen unsere per Handy übertragene Stafette an. ASV Thailand gewann knapp.&nbsp;Abends zogen wir noch durch Pula, schauten uns das Kolosseum an, die Fußgängerzone, diverse Zeitschriftenläden und fuhren schön brav noch vor 24.00 Uhr zurück zur Marina.&nbsp;Eigentlich wollten wir an Bord noch eine kleine Kneipe, mit Liedern und Bier veranstalten,&nbsp;aber als wir am Schiff angekommen sind erreichte uns alle die Müdigkeit von einer Woche sportlichem segeln.&nbsp;An unserem Heimfahrtag muss ich noch abschließend Schlund rügen, bei dem wir fast alle erstickt wären, weil es so gnadenlos heiß und vor allem stickig im Auto war.&nbsp;Trotzdem an dieser Stelle ein riesigen Dank an Schlundt und Köhle für die sichere und angenehme Fahrt.&nbsp;Die Seereise war für viele von uns die erste aber für alle von uns eine, die uns immer im Gedächtnis bleiben wird.&nbsp;Bei all den Erlebnissen, Geschichten, Freuden und kleinen Abenteuer die wir zusammen als Gemeinschaft erlebt haben und 247 gefahrenen Seemeilen in 6 Tagen.&nbsp;C. Kronschnabl&nbsp;</div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded><category>Seereisenberichte</category>
<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:20:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Verbandsaktiventreffen 2002</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/verbandsaktiventreffen-2002/</link>
<description>Wo sind die Aktiven diesmal hin... </description><content:encoded><![CDATA[Auch dieses Jahr hatte ein Verbands-ASV zum traditionellen Verbandsaktiventreffen eingeladen. Wie uns schon im Vorjahr mitgeteilt worden war, hatte sich der Berliner ASV hierfür angeboten. Nach einiger Vorlaufzeit und Planungsarbeit konnten sich dann am frühen Donnerstag morgen des 3. Oktober die ASVer Boerries Bruder, Florian Schrimpf, Felix Hartmann, Jens von Schickfus, Julian Köhle, Marc Reinstein, Michael Meyer und Matthias Wagner mit Unterstützung des AH-Bierkommandos Stefan &quot;Atze&quot; Geisse II, Bernhard Mehnert, Harry Speck und Alex Huber per Automobil auf den Weg nach Berlin machen.&nbsp;
Über die einzelnen Erlebnisse in den Fahrzeugen gen Berlin kann nur spekuliert werden... Beachtung finden sollte allerdings die Tatsache, dass die Augustiner Bierfässer, die als Präsent für die Antrittskneipe der Berliner gedacht waren, im Auto bei Boerries, Jens, Felix und Marc mitfuhren, in unangetastetem Zustand ausgeladen werden konnten!&nbsp;
Bei den ersten Schritten in Berlin während eines kurzen Tankstellen-Stopps wurden unsere Vorurteile gegen Berlin bestens bestätigt, als wir feststellen konnten, dass der &quot;Gsind'l-Faktor&quot; deutlich höher war, als bei uns daheim... Doch zum Glück fanden wir recht schnell das Haus des Berliner ASV in seiner angenehmen Umgebung und schönen Lage direkt an der Havel in Spandau und wurden freundlich empfangen. Viele kannten sich noch vom Vorjahr, als das VAT bei uns in München statt gefunden hatte. Insgesamt fanden sich neun Kieler, sieben Hannoveraner, drei Aachener und eine Vertretung aus Stuttgart in Berlin zusammen. Nachdem der Großteil von uns Münchenern in der Bibliothek des Berliner ASV mit Schlafplätzen versorgt war, konnten wir uns auch schon wieder auf den Weg Richtung Reichstag machen, denn dort war um 18 Uhr eine Exklusiv-Führung angesetzt, organisiert von unserem Bb Markus Keller. Somit mussten wir uns von den Büchern der Bibliothek trennen und fuhren mit Bus und Bahn zum Reichstag. Wir konnten auch gleich feststellen, dass Berlin wirklich die große Baustelle ist, als die es immer bezeichnet wird, denn am Leerter Bahnhof, der derzeit umgebaut wird, durften wir uns einen Weg zwischen Zementsäcken und Baugruben Richtung Kanzleramt und Reichstag suchen.&nbsp;
Am Reichstag angekommen, stellten wir erst einmal entsetzt fest, dass die Menschenschlange am Eingang länger war als angenommen. Aber wir ASVer als elitäre Gruppierung haben natürlich stets gewisse Privilegien und durften deshalb sofort am zweiten Eingang durch die Schleuse treten nachdem wir das Codewort &quot;ASV&quot; ausgesprochen hatten. Somit hatten wir uns mindestens 2 Stunden Wartezeit gespart! Im Plenarsaal erfuhren wir von einer Führerin so einiges über die Geschichte des Reichstags und seiner bedeutungsvollen modernen Architektur. Das Highlight waren aber sicherlich die Stühle der beiden PDS-Abgeordneten, die sich ganz hinten links, quasi am Ausgang, befinden. Nach dem Plenarsaal war die Glaskuppel für die ASVer freigegeben und wir quälten uns die Rampe hinauf, bis zur Spitze. Von dort aus hatten wir einen tollen Blick über ganz Berlin und auch bis zum restaurierten Brandenburger Tor, dessen Enthüllung durch Willi Bogner kurz bevorstand. Wir machten also unsere Gruppenfotos und freuten uns daran, dass Bayern selbst dem Ur-Berliner Gebäude seinen Stempel aufgedrückt hatte: denn auf dem Dach des Reichstags befindet sich ein kleines Käfer's Cafe...&nbsp;
Es war etwa gegen 20 Uhr, als wir den Reichstag verließen und endlich unsere Grundbedürfnisse befriedigen konnten: vom Dach des Reichstags hatten wir nämlich schon zeitig einen Warsteiner-Stand ausgemacht und unser Weg führte uns schnurstracks dort hin. Die Alten Herren zeigten sich ihrer Berufung folgend sehr spendabel und wir uns sehr dankbar. Nach ein paar Plastikbechern voll des Bieres, teilte sich die ASVer Gruppe. Einige der Berliner, Hannoveraner, Kieler und Aachener beschlossen zum Abendessen aufs Haus zu fahren, während der Rest, vornehmlich Münchener, sich noch die feierliche Enthüllung des Brandenburger Tors ansehen wollte, denn auch hier hatte Bayern mit Willi Bogner als &quot;Enthüller&quot; wieder seine Finger im Spiel. Es wurden einige Reden gehalten, unter anderem sprach neben Münchens OB Ude auch Bill Clinton und natürlich &quot;Wowi&quot;... Wir hielten trotzdem bis zum Schluß durch und beschlossen dann schleunigst aufs Haus zu fahren, denn nicht nur Florian und Bernhard waren schon dort sondern auch die anderen Verbandsgeschwister hatten sich bereits über das üppige Abendbuffet hergemacht. Zum Glück hatte der &quot;Ökonom&quot; (Pächter) der Berliner noch genug Essen in petto und wir konnten schließlich um 24 Uhr damit beginnen, unsere Schlafstätten herzurichten. Viele waren sehr erschöpft und blieben vernünftiger Weise auf dem Haus, um sich dort bis um 4 Uhr noch bei Musik und Gesang fest zu trinken.&nbsp;
Zu unserem und vor allem Atze's Glück, war die nächste Aktion erst gegen Freitag Mittag geplant und wir konnten unser Frühstück entspannt um 10 Uhr einnehmen. Auch hier war an nichts gespart worden und alle waren mehr oder weniger wieder mit vollem Magen versorgt. Das stachelte auch unseren Unternehmergeist an und wir setzten uns um 12 Uhr in Bewegung Richtung Spree. Dort wartete bereits der Spree-Dampfer Philippa mit großer Küche auf uns. Kaum waren alle an Bord und mit Gerstensaft versorgt, da legten wir auch schon ab. Es ging auf einem Kanal und durch mehrere Schleusen Richtung Spree. Um uns vor Langeweile zu schützen, war ein köstliches Buffet unter Deck aufgebaut worden, über das wir uns auch alsbald hermachten. So mancher ASVer war aber die erste Zeit noch mit sich selber beschäftigt, wie man auf dem Bild auch sieht.&nbsp;
Auf der Spree schippernd, kamen wir an vielen Gebäuden vorbei, die wir schon am Vortag gesehen hatten, wie etwa Reichstag, Kanzleramt und die Versuchsabteilung der Schiffsbauer-Fakultät, die in einem wunderschönen grellen Schweinchen-Rosa gestrichen ist. Da wir allerdings tags zuvor diese Gebäude abgegangen waren, war es nun um so angenehmer, an ihnen vorbei zugleiten.&nbsp;
Die Spaziergänger am Ufer haben sich sicherlich sehr über unseren Gesang gefreut. Zumindest hat sich keiner beschwert. Doch dieses ganze Singen und Reden machte unsere Hälse zu schnell trocken, so dass jeder noch einige Getränke bestellen musste.&nbsp;
Am meisten konsumierte der herzensgute Max, Vorstand der Aktiven des ASV Berlin. Doch nicht ohne Grund, denn er musste die meisten Reden während des VAT halten. Seine Zuhörer waren aber stets ganz Ohr: zum einen weil es sehr unterhaltsam war, was er erzählte, zum anderen weil man sich manchmal anstrengen musste, ihn zu später Stunde noch zu verstehen.&nbsp;
Als wir dann nach einigen Stunden schönster Fahrt wieder anlegten und unsere Zeche beglichen, beschlossen wir noch ein wenig durch Berlin zu wandern. Man verlief sich in kleinen Grüppchen aber spätestens zum Abendessen auf dem Haus der Berliner waren alle wieder versammelt.&nbsp;
Die Mahlzeiten waren im großen und ganzen immer die Momente, in denen alle zusammen kamen. Ein Moment das zwei angenehme Dinge vereinte: das Essen und das Unterhalten mit den Verbandsgeschwistern. Hier entwickelten sich die üblichen Diskussionen um die Unterschiede der verschiedenen ASVs. Insbesondere der Münchener ASV war begehrter Diskussionsgegenstand. Es kam aber nie zu hitzigen Dialogen, denn man fand nichts wirklich kritikfähiges am ASViM. Eventuell lag es auch an unserem durch Diskussions-Burschenräte geschultem Vermittlungs- und Durchsetzungsgeschick.&nbsp;
Spätestens beim Verkosten des Inhalts unserer drei mitgebrachten Augustiner Bierfässer war man sich dann einig: die Münchener sind keinesfalls bittere Zeitgenossen, was wohl unter anderem an ihrem süffigen Bier liegen muss. Bitter war allerdings dann ein anderes Bier-Erlebnis für uns, denn was wir befürchtet hatten, das trat ein: auch dieses Jahr war das unangenehme Lüttje Lage mit von der Partie und drängte sich uns Münchenern auf. Da half kein Jammern und Flehen, jemand musste sich opfern und dem Nordmann-Gemisch aus dunklem Bier und Korn seine Ehrerbietung erweisen.&nbsp;
Trotz dieses bierseligen Abends kamen am nächsten Morgen alle zusammen um nach einem wunderbaren Frühstück eine Samstags-Fuhre auf den Schiffen Prosit und Luv anzutreten.&nbsp;
Wir Münchener waren restlos vom kardanisch aufgehängten Tisch im Prosit Salon begeistert: so etwas bräuchten wir auf unserem Wiking III ! Denn die abgestellten Biergläser fielen einfach nicht um, trotz diverser Wenden und Halsen, die auf dem teils engen und flachen Revier der Berliner gefahren werden mussten, um ein Aufbrummen zu vermeiden. Die Crew auf der Luv hingegen scherte sich recht wenig um die Seetiefe und brummte gekonnt in Ufernähe auf. Der Vorstand der Berliner machte sich daraufhin mit dem Prosit-Beiboot auf, um die Festsitzenden frei zu pullen, was ihm schnell gelang.&nbsp;

Ebenfalls gelang es den Berlinern, uns für ihr Flaggschiff zu begeistern, denn Kojen und eine Toilette können wir auf unserem Wiking III aus Platzgründen nicht bieten. Dafür müssen die Berliner aber mit ihrem Schiff stets bequem direkt am Damm anlegen, während wir Münchener das große Glück haben, immer zum Wiking III hinaus rudern zu dürfen...&nbsp;
Abends traf man sich dann zur großen Semesterantrittskneipe der Berliner, in deren Verlauf wir unser Gastgeschenk, ein Original-Oktoberfest Lebkuchenherz, überreichen konnten und während des Vorsitzes von Bb Matthias Wagner die Bb Schrimpf auf den Biernamen &quot;Boje&quot; und Bb Huber auf &quot;Brumm&quot; getauft wurden. Die anderen ASVs, außer dem Berliner ASV, kennen die Veranstaltung &quot;Kneipe&quot; allerdings nicht, hatten aber diverse Einlagen vom Gesang selbstkomponierter Lieder bis zum Gitarrensolo zu bieten. Im anschließenden Bierdorf konnten alle noch einmal ihre besten Sangeskünste unter Beweis stellen und lernen, was es mit einem Münchener Bierstreit auf sich hat. Der Zungenbrecher, den unser Boerries leicht umformulierte, erheitere uns außerordentlich, kann aber aus Rücksicht auf die Verbandsgeschwister hier nicht wiederholt werden.&nbsp;
Der nächste Morgen war schneller da als erwartet, überraschte er doch so manchen BbBb, der sich noch am Bier labte. Trotz der vorausgegangenen Rede von Bb Wagner über Frauen im ASV wurden wir aber nicht nachträglich verprügelt oder hinaus geworfen, sondern nach dem üblichen Frühstück freundlich Richtung Süden verabschiedet.&nbsp;
Der Aufenthalt in Berlin, der für viele von uns der Erste war, gestaltete sich so bunt wie die Haare der Bewohner des Alexander-Platzes und äußerst unterhaltsam! Gerne denken wir an diese Tage zurück und freuen uns schon auf das nächste Verbandsaktiventreffen, bei der wir Münchener hoffentlich wieder die stärkste Fraktion stellen!]]></content:encoded><category>Seereisenberichte</category>
<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:19:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Baltic Sprint Cup 2008</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/baltic-sprint-cup-2008/</link>
<description>Seeregatta in der Ostsee</description><content:encoded><![CDATA[
<div id="spaltemitte">Der&nbsp;
<link http://www.balticsprintcup.com/ _blank>Baltic Sprint Cup</link>
&nbsp;ist eine internationale Seeregatta im Ostseeraum, die sich seit dem Jahre 2005 zunehmender Beliebtheit erfreut. Dabei ist von unterschiedlichen Ausgangshäfen ein Kurs von ca. 700 bis 800 sm im Mare Balticum mit verschiedenen Zwischenstationen zu absolvieren.&nbsp;1. Etappe: Travemünde - Karlskrona&nbsp;&nbsp;216 sm, 33:05 h, Durchschnitt 6,5 kn&nbsp;Als Teilnehmer in der ORC-Klasse 2, waren wir Teil der ersten Schiffe, die auf insgesamt 216 sm langen Kurs geschickt wurden. Schon kurz nach Runden der Luvtonne fingen die großen Schiffe wie &quot;Ambersail&quot; (ex &quot;Assa Abloy&quot;), die &quot;Norddeutsche Vermögen Hamburg&quot; oder die &quot;Guts 'n Glory&quot; von hinten das Feld aufzurollen - ein beeindruckender Anblick, wenn auch nicht für lange. Für uns folgten etliche Stunden Rauschefahrt bei bis zu 6 Bft. aus achterlicher Richtung, die uns zeitweise auf über 13 Knoten beschleunigten, und das bei einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 7,8 Knoten. Leider verließ uns gegen Ende der Etappe der Wind, so dass wir bei knappen 2 Beaufort schließlich den Hafen von Karlskrona aufkreuzen mussten - die ersten Yachten waren unter Spi über die Ziellinie gerauscht.&nbsp;Im Ziel erfuhren wir, dass der uns ausgehändigte GPS-Tracker leider nicht funktionierte und wir daher als &quot;lost german ship&quot; bezeichnet wurden.&nbsp;2. Etappe: Karlskrona - Klaipeda&nbsp;191 sm, 38:30 h, Durchschnitt 5 kn&nbsp;Das war nix! Die zweite Etappe war gekennzeichnet durch einen Start unmittelbar vor der Festung von Karlskrona, eine Startkreuz auf die Enge zwischen den Befestigungsanlagen, abflauende Winde von hinten, absolute Windstille und kräftigen Wind von vorne. Den abflauenden Wind und die Windstille konnten wir durch unsere Erfahrungen vom Ammersee gut meistern, aber in der hereinbrechenden Nacht verloren wir auch mangels Sicht auf die Konkurrenz den Anschluss. Endgültig weg war das Feld, als der Wind auf mehr als 6 Bft. auffrischte und die nicht mehr ganz neue Selbstwendefock den Foliensegeln der Konkurrenz nicht mehr länger Paroli bieten konnte. Teile der Crew (Frank Müller-Boruttau) konnten dem Schlag durchaus positive Seiten abgewinnen, während anderen (Florian Schrimpf, Philipp Lohlein) der Verlauf sichtlich Unbehagen bereitete. Für den nächsten Schlag sind nordöstliche Winde vorhergesagt, was uns zu einem neuen Spi-Schlag verhelfen sollte. Für so manche Yacht verlief auch diese Etappe wieder nass, schliesslich waren manche Schiffe noch am nächsten Tag mit einem ordentlichen Plünnenfest beschäftigt.&nbsp;3. Etappe: Klaipeda - Gdynia&nbsp;115 sm, 14:55 h, Durchschnitt 7,7 kn&nbsp;Mit einem im wahrsten Sinne des Wortes &quot;fliegenden Crew-Wechsel&quot; löste Basti Sigge in Klaipeda Frank Müller-Boruttau ab. Unseres Bordfotographen beraubt, werden wir uns künftig mit unseren eigenen Fotographierkünsten zufriedengeben müssen.&nbsp;Der Besuch von Klaipeda durch die Flotte des Baltic Sprint Cups war als Teil des &quot;Festivals of the Sea&quot; geplant. In dieses Stadtfest waren eine Reihe von Veranstaltungen wie die Feier zur Preisverleihung und eine Parade der Regattacrews eingebunden.&nbsp;Bei westlicheren Winden als vorhergesagt entschieden wir uns, an der Luvtonne den Blister zu setzen. Leider war das Tuch dem Regattastress nur kurzzeitig gewachsen und verlor in der Hitze des Gefechts den Kopf. Da der Wind für den Einsatz des Spinnakers zu spitz war, mussten wir uns bis zur nächsten Bahnmarke vor den russischen Hoheitsgewässern mit der Genoa I zufrieden geben. Dies hat uns mit Sicherheit einige Plätze gekostet. Unter Spinnaker konnten wir uns zwar an das Feld wieder heranarbeiten, aber die gute Platzierung war dahin. Auch wenn das Ergebnis insgesamt wenig befriedigend war, konnten wir uns doch über 9 Stunden ununterbrochenes Spifahren bei ruhiger bis leicht bewegter See durch die sternklare Nacht freuen.&nbsp;4. Etappe: Gdynia - Gdansk&nbsp;Zusätzlich zu den bisher regelmäßig veranstalteten Langstreckenwettfahrten wurden dieses Jahr erstmalig zwei Kurzstrecken (Distanz ca. 6 sm) durchgeführt. Diese Wettfahrten sollten auch örtliche Segler ansprechen, die an den anderen Wettfahrten des Baltic Sprint Cups nicht teilnehmen können oder wollen. Ein weiterer Nebeneffekt war die Möglichkeit für die langsameren Schiffe, die Schiffe der Racer-Division in voller Fahrt aus der Nähe zu beobachten. Da alle Schiffe die gleiche Bahn benutzten, führte der Kurs teilweise zu einer nicht ungefährlichen Enge.&nbsp;Ob dieser Punkt auch in Zukunft Teil des Baltic Sprint Cups sein wird, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis - war der Wettfahrtleitung doch bis zum Ende der Veranstaltung nocht nicht klar, in welcher Weise die Ergebnisse der zwei Wettfahrten letztendlich in die Gesamtwertung eingehen sollten.&nbsp;5. Etappe: Gdansk - Rönne&nbsp;171 sm, 42:30 h, Durchschnitt 4,0 kn&nbsp;Ammerseesegeln par excellence. Der Tag begann schon so flau, dass die Wettfahrtleitung erst eine Stunde nach dem zunächst angesetzten Startzeitpunkt einen Brisenstrich ausnutzen konnte, um die Flotte über die Startlinie zu schicken. Überraschenderweise setzte sich für die nächsten Stunden tatsächlich ein segelbarer Hauch durch, der allerdings im Laufe der Nacht vollständig einschlief. Das führte zu einer hervorragenden Distanz von 4 sm in 10 Stunden... Abweichend vom Ammersee war es durch die tote Dünung allerdings nicht möglich durch Gewichtstrimm den Segeln zu einem halbwegs akzeptablen Stand zu verhelfen. Im Laufe des Vormittags konnten wir einen Zug verspüren, wie ihn uns die Wettervorhersage bereits für einige Stunden früher und in größerer Stärke versprochen hatte. Dieser nahm im Laufe des Tages langsam aber kontinuierlich bis auf ammerseetypische 2-3 Windstärken zu, die uns bei glattem Wasser mit über 7 Knoten unter Spi in Richtung Ziel schoben. Überflüssig zu erwähnen, dass wir laut unserem GPS-Tracker immer noch vor der pommerschen Küste auf bessere Zeiten warten.&nbsp;Fazit&nbsp;Der Baltic Sprint Cup hat sich zur größten und bedeutendsten Langstreckenregatta im Ostseeraum entwickelt. Dieses Jahr haben mehr als 500 Segler aus 25 Nationen auf ca. 60 Schiffen in zwei Divisionen – Racer und Cruiser – und diese wiederum geteilt in zwei Klassen sechs Städte in fünf Ländern besucht und dort vor, zwischen und nach den Wettfahrten ausführlich gefeiert. Wir, das heißt eine Mannschaft nur aus Münchner ASVern, waren dabei. Wir konnten Bilder mitnehmen, die wir nicht vergessen werden. Unser erstes Ziel, auf keinen Fall letzter zu werden haben, wir erreicht. Unser zweites Ziel, in das mittlere Drittel hineinzusegeln, konnten wir nur in zwei Wettfahrten umsetzen. Den internen Vergleich zwischen den ASV- Schiffen UNIVERSITAS vom ASVzR und uns konnten zu unseren Gunsten entscheiden.&nbsp;Für uns erstaunlich war die Tatsache, dass wir bei den Wettfahrten mit wenig Wind trotz unserer alten Fahrten-Dacronsegel – das jüngste Segel, das Großsegel, bestreitet diese Jahr seine fünfte Saison - besser abgeschnitten haben als bei Wind. Hier scheint sich die am Ammersee bei Flaute erworbene Konzentration und Ausdauer ausgezahlt zu haben. Dazu der Kommentar des Wettfahrtleiters Alan Green: „Nach meiner Meinung ist es viel schwieriger, ein Schiff bei 3 – 4 Kn zum Laufen zu bringen, als bei 30 Kn Wind in Bewegung zu halten.“&nbsp;In der Zwischenzeit hat sich auch bei den Cruisern ein umfangreiches Sponsorsystem breit gemacht, was vielen Schiffe dieser Klasse zu Laminatsegeln verhalf. Mit diesem finanziellen Aufwand konnten wir nicht mithalten und werden wir uns diesen auch in Zukunft nicht auftun. Alles in Allem für uns eine insgesamt neue, sehr interessante Erfahrung, aber nicht unsere Segelwelt. Wir werden auch weiterhin bei schnellen Reisen auch zu weiter entfernten Zielen bleiben.&nbsp;Max Lohlein &amp; Florian Schrimpf</div>
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<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:19:00 +0100</pubDate>
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<title>Ostsee 2007</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/ostsee-2007/</link>
<description>Göteborg - Kopenhagen - Rostock </description><content:encoded><![CDATA[
<div id="spaltemitte">
<div class="csc-textpic csc-textpic-intext-right">
<div class="csc-textpic-text">Reisezeit: 14. - 23. August 2007&nbsp;Crew: BbBb Lohlein IV, Schrimpf, Sawitzki, Endt&nbsp;Schiff: &quot;Auriga&quot;, techn. Daten: Dehler 39 cws, Länge 12,10 m;&nbsp;Breite 3,80 m; Tiefgang 1,95 m; Segelfläche 72 m²; 5,9 t&nbsp;Distanz: 300 sm, davon 10 sm unter Motor&nbsp;14.08.2007: Anreise nach Göteborg&nbsp;Heute ist der Tag der Anreise mit Air Berlin über Berlin nach Göteborg. Das Essen im Flieger ist mäßig, unsere Vorfreude wird davon aber genauso wenig getrübt wie von der latent noch vorhandenen Müdigkeit vom Vorabend. Am Abend treffen wir uns mit BbBb Schultheiss und Volkwein (a.k.a. Zewa und VW), die gerade von einer einwöchigen Seereise mit AH Max I Lohlein I zurückgekommen sind.&nbsp;Die Auriga liegt in Langedrag, wegen der späten Ankunft übernachten BbBb Sawitzki und Endt im Hotel Opera, mitten in Göteborg. Gerade findet ein Festival in der Stadt statt, für Alkohol wurde im duty-free-shop gesorgt, die erste Schwedin hat uns schon am Flughafen angesprochen. Der Abend verspricht also lustig zu werden…&nbsp;15.08.2007: Langedrag&nbsp;Nach dem Aufstehen machen wir uns auf zur Auriga in Langedrag. Dort angekommen beginnen wir sofort mit dem Bunkern von Lebensmitteln und Getränken. Um 15 Uhr kommen AHAH Schrimpf und Lohlein IV im Hafen an. Die ursprünglich geplante Tagesetappe Göteborg – Marstadt wird wegen der schlechten Sicht durch einen Hafentag ersetzt. VW und Zewa finden das nur praktisch, da sie sich kein Hotel suchen müssen und ihre Kenntnisse im Biercomment ausbauen können. Die Folgen am nächsten Morgen halten sich in Grenzen, da das hiesige „Öl“ mit 3,5 Umdrehungen sich nicht gnadenlos rächt. Dennoch bleibt dem einen oder anderen BbBb der gesellige Abend in guter Erinnerung, da schon die schiere Menge eine Herausforderung für den Magen ist.&nbsp;16.08.2007: Langedrag – Marstrand&nbsp;Heute ist es endlich so weit. Wir klarieren das Boot, bunkern nochmal Frischwasser und los gehts. Zunächst mit der Aussicht auf schlechtes Wetter, das dann auch kurz nach dem Auslaufen in Form einer Regenfront auf uns zukommt. Trotzdem drehen wir einige Kringel und fahren uns auf das Boot ein. Safety first. Als Belohnung kommt kurz darauf die Sonne wieder durch.&nbsp;Mit 5-6 Bft geht es dann in 3 ½ h die 23 sm nach Marstadt. Ein wunderbarer Segeltag. In Marstrand entrichten wir die „Hamn“-Gebühr nicht wie gewohnt beim Hafenmeister, sondern bei einem Bezahlautomaten, der den Hafenmeister mehr oder minder ersetzt. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Ort, dem Bunkern von Lebensmitteln und dem übermäßigen Genuß von Chilli-con-Carne, klingt der Tag gemütlich mit der einen oder anderen Partie Schafkopf aus.&nbsp;17.08.2007: Marstrand – Varberg&nbsp;Als wir morgens aufwachen, bläst es ordentlich. 7-8 Bft, also erstmal stärken: Vier Mann, zwölf Eier, ein Pfund Speck. Frühstück für Champions.&nbsp;Wir sind froh, als wir den Hafen sicher verlassen haben. Der Albretsundskanal mit 25 Metern Breite liegt weitgehend im Windschatten. Der Schatten des Mastes wandert auf den Felsen direkt neben dem Schiff her. Ein echtes Erlebnis!&nbsp;Als wir die Landabdeckung hinter uns lassen, bestätigt sich die Windstärke, viele Schweden kommen uns auf dem Weg zur Regatta rund um Tjörn entgegen.&nbsp;Schließlich befinden wir uns im Kattegatt. Sofort nimmt die Dünung zu, der Seegang wird ruppiger. Die kurze Ostseewelle macht unseren Mägen zu schaffen. AH Schrimpf demonstriert im Rahmen der seglerischen Ausbildung das HaN-Manöver (Huldigen an Neptun) als adäquate Gegenmaßnahme. BbBb Sawitzki und Endt kommen dem ohne - oder nur mit kurzem - Zögern nach. Allein AH Lohlein IV bleibt einen geziemenden Streifen schuldig, sodass XX Sawitzki als Vertreter des Seniors ein weiteres Mal huldigen muß, um den Meeresgott wohlgesonnen zu stimmen. Gegen 23.00 Uhr laufen wir in Varberg ein, Zahl des Tages: 70 sm, davon zwei unter Motor.&nbsp;18.08.2007: Varberg – Helsingor&nbsp;Morgens kurz gefrühstückt und einen langen Schlag gemacht. 75 sm durch Wasser, 3,4 davon unter Motor. Keine besonderen Ereignisse&nbsp;19.08.2007: Helsingor – Kopenhagen&nbsp;Heute erstmal ausschlafen. XX bis 6:30 Uhr, AHAH Lohlein und Schrimpf bis 8:00 Uhr, FM bis 9:30 Uhr. Danach gibt es Frühstück auf dänisch. Nach der Besichtigung des „Hamlet-Schlosses“ (Schloss Kronborg) und der Traditionssegler-Schau „Baltic-Sail“, wo auch eine Regatta von Modellbau-Segelyachten zu bewundern war, laufen wir aus. Dabei stellen wir fest, daß die Dänen das Segeln jedenfalls nicht erfunden haben: Mit killender Fock, halb gesetztem Groß und laufendem Außenborder dreht vor der Hafenausfahrt von Helsingor ein unter dänischer Flagge laufendes Boot einen Kringel nach dem anderen. Nach einiger Zeit bemerkt dann der Mann an Bord, daß seine Frau den Motor losgelassen hat und dieser querab steht, was zu den Kreiseln führt. Einmal mit Profis...&nbsp;Im weiteren Tagesverlauf schwächt der Wind etwas ab, trotzdem können wir noch mit 4 Knoten gen Süden kreuzen. Die Einfahrt nach Kopenhagen gestaltet sich unter dem großen Verkehrsaufkommen (vor allem einige Kreuzfahrtschiffe legen gerade ab) sehr interessant. Wir entscheiden uns für den Christianshavn, der ein wenig an Amsterdams Grachten erinnert. Just im Kanal bemerken wir Probleme mit der Maschine – sie reagiert weder vor- noch achteraus – haben aber zum Glück kaum Fahrt und können uns in eine freie Box verholen.&nbsp;20.08.2007: Aufenthalt in Kopenhagen&nbsp;Im Christianshavn wachen wir auf. Nach dem Frühstück nutzen wir die Zeit für eine Stadtbesichtigung, bevor am Nachmittag der Mechaniker von Volvo vorbeikommt: Der Fehler sei nicht ohne weiteres zu beheben, die Auriga müsse dafür aus dem Wasser. In Rostock soll das Ding doch ohnehin aus dem Wasser raus. Lohnt sich das? Hält die Schraube? XX taucht das Schiff ab: Die Schraube kann man zwar nicht feststellen, das Faltpatent ist aber so konstruiert, daß sich die Schraube im Segelbetrieb trotzdem nicht öffnet. Quintessenz: Morgen wird eben nur gesegelt. Dafür stärken wir uns nochmal ausgiebig, allerdings ohne Knoblauch, da wir noch in den Ausgang wollen. Im Vergleich zu Schweden sind in Dänemark leider erhebliche Abstriche zu machen, wir hoffen aber auf den Einbruch der Dunkelheit und den einen oder anderen guten Club.&nbsp;21.08.2007: Kopenhagen –&nbsp;Nach dem einen oder anderen Bier gestern Abend stellen wir uns heute der Herausforderung, nach Rostock zu segeln. Geplant ist ein Zwischenstop auf halber Strecke, in einem Hafen, in den wir auch unter Segeln einlaufen können. Nach einem Schleppmanöver - ein niederländischer Segler hat uns mit „Binärgasantrieb“ (0 oder 1 Gas) aus dem Christianshavn geschleppt - segeln wir die restliche Strecke aus dem Hafen heraus.&nbsp;Kaum haben wir die Landabdeckung Kopenhagens verlassen, frischt der Wind merklich auf. Zum Abend hin erreichen wir konstante 7 Bft mit 1,5 m Welle. Damit ist der Plan, in einem Hafen die Nacht zu verbringen, gestorben, da wir bei diesen Wetterbedingungen ohne Motor keinen Hafen anlaufen können. Also bleibt nur die Weiterfahrt durch die Nacht nach Rostock, nicht jedoch ohne daß XX nochmals dem Meeresgott huldigt. Gedanken wie „schlimmste Nacht meines Lebens“ und „nie wieder segeln“ sind ihm jetzt nicht fremd.&nbsp;22.08.2007: – Rostock&nbsp;Eine ruhige Nacht sieht anders aus. Der Wind frischt zunächst nochmal auf, erst gegen 1 Uhr flaut er dann langsam, aber stetig ab. Zusätzlich macht uns Nebel zu schaffen. Alles ist Klamm, und vorbeifahrende Schiffe sind nur durch bedrohlich wirkende Schallsignale zu bemerken. Von Positionslichtern keine Spur, die Sichtweite beträgt 1/8 sm.&nbsp;Um 8 Uhr herrscht entgültig Flaute. Wir stehen eine halbe Seemeile vor der Hafeneinfahrt von Rostock und kommen weder vor noch zurück. Schließlich Paddeln wir mit einiger Anstrengung aus dem Fahrwasser. Leider dauert es von da ab noch sechs Glasen, bis der Bootsverwalter kommt und uns schleppt. Nach der Endreinigung der Auriga und ausgiebig Schlaf besichtigen wir das schöne Rostock und seine Bars. Die AHAH ziehen sich gegen eins zurück, während die Aktiven noch eine Studentenparty ausfindig und unsicher machen.&nbsp;Die Rückfahrt nach München per Mietwagen verläuft ruhig und ereignislos, und für alle (außer dem Fahrer) im Halbschlaf. Was haben wir in den letzten Tagen gelernt? Radar an Bord kann nützlich sein. Und alle Gerüchte über Schweden sind wahr. Hoffentlich bald wieder.&nbsp;</div>
</div>
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<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:18:00 +0100</pubDate>
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<title>Oslo Reise 2008</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/oslo-reise-2008/</link>
<description>13.05. bis 25.05.2008 Cuxhaven-Helgoland-Oslo-Göteborg-Kopenhagen-Kiel </description><content:encoded><![CDATA[Route: Cuxhaven-Helgoland-Oslo-Göteborg-Kopenhagen-Kiel (880 sm)&nbsp;
Das Schiff&nbsp;
Name: Odysseus&nbsp;
Eigner: Akademische Seglervereinigung Stuttgart e.V. (ASVS)&nbsp;
Typ: Samoa 48, Aluminium&nbsp;
LüA: 14,65 m&nbsp;
Tiefgang: 2,4 m&nbsp;
Breite: 4,5 m&nbsp;
Verdrängung: 15 t&nbsp;
Die Crew&nbsp;
Philip Wenzel, Ralf Kaufmann, Oliver Quassowski, Stefan Geisse, Beate Quassowski, Christian Netzsch]]></content:encoded><category>Seereisenberichte</category>
<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:18:00 +0100</pubDate>
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<title>Kanaren 2007</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/kanaren-2007/</link>
<description>Reisezeit : 10.02.-26.02.2007</description><content:encoded><![CDATA[
<div id="spaltemitte">
<div class="csc-textpic-text">Crew : BbBb Henniger, Hartwich, Künkel und Schultheiss&nbsp;Schiff : &quot;Milonga&quot; vom ASV Hannover&nbsp;Nach einem für unsere Mitreisenden sicherlich unvergesslichen Flug erreichten wir gegen 16 Uhr Ortszeit Teneriffa, bestiegen den Bus Richtung Hafen Los Cristianos, wo wir, nachdem wir uns am nicht empfehlenswerten einheimischen Bier gelabt hatten, mit einer Schnellfähre der allgegenwärtigen norwegischen Fred-Olsen-Linie nach La Gomera übersetzten.&nbsp;Schon hier war eine ordentliche Dünung zu verspüren, vor allem stehend an der schiffseigenen Bar mit einem Bier in der Hand. Später am Abend landeten wir in La Gomera an, wo uns Peter „Onno“ Onners vom Hannoveraner ASV schon am Kai empfing und mit uns zusammen auf der „Milonga“, unserer Heimat für die nächsten 2 Wochen, zu Abend aß.&nbsp;Am nächsten Tag ging der eine Teil der Crew in die Stadt, um dringend benötigte Dinge wie Wasser und Bier einzukaufen, während der andere Teil von „Onno“ eingewiesen wurde. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von ihm und legten bald darauf ab. Nach ein paar Übungsmanövern unter Motor(Mann über Bord, Rückwärtsfahrt) setzten wir Segel und verließen engültig die Küste La Gomeras mit dem Ziel El Hierro, eine karge, vom Tourismus noch gänzlich unberührte Insel und ehedem die letzte Station vor der beschwerlichen Überfahrt nach Amerika. Und während dieses Schlags geschah das Unvermeidliche : Essen rin, Essen raus. Seekrank! Gott sei Dank konnten wir uns im Hafen Hierros davon erholen, ehe es Richtung La Palma ging. Da wir nun seefest waren, war es uns auch endlich möglich, die Kochkünste unseres Smutjes Gerd in Anspruch zu nehmen, welcher uns im Laufe unserer Reise noch manch feines Mahl kredenzen würde.&nbsp;La Palma, eine einzigartige und sehr grüne Insel, emping uns mit einem recht schönen „Club Nautico“, der, was auf den Kanaren keineswegs eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint, sogar über warme Duschen verfügte. Dort kauften wir ordentlich ein, was unsere Nachbarn sichtlich verwunderte und ernsthafte Fragen aufkamen, ob wir denn nach Amerika wollten. Nachdem wir uns abends noch die hübsche Altstadt angesehen hatten, schliefen wir aus Mangel an Alternativen richtig aus und setzten unsere Reise schließlich am darauf folgenden Nachmittag fort.&nbsp;Die Überfahrt dauerte, da wir Teneriffa gänzlich umsegelten, zwei volle Tage. Während dieser Zeit erlebten wir von Flaute bis Starkwind alles und konnten auch dementsprechend trimmen. So installierten wir beispielsweise die Notpinne, mit der es aber auch eine wahre Not war, zu segeln. Am frühen Morgen liefen wir dann ein, schliefen aus, tankten und machten daraufhin Klarschiff. Während dessen wurden von der Bevölkerung alle notwendigen Vorbereitungen zur ausschweifenden Karnevalsparty getroffen. Wir beteiligten uns dann ab Mittag vor allem an den flüssigen Vorbereitungen – wir hatten ja seit Gomera nichts getrunken - und starteten extrem ausgelassen in den wirklich bemerkenswert lustigen Abend, an dem aus echter Seebärenlaune heraus der Rum strikt pur genossen wurde.&nbsp;Das das ein schlauer Zug war, erwies sich am nächsten Tage, als wir alle recht fit aus den Kojen fanden und nachmittags mit Ziel Fuerteventura ablegten. Denn trotz hoher Dünung und starken Winden von bis zu 35 Knoten Geschwindigkeit stellten sich keine Magenprobleme ein, und so konnten wir ungetrübt das Schiff bis an die Grenze bringen, am Ende peitschten wir es im dritten Reff mit der kleinen Genua durch die aufgewühlte See.&nbsp;Erschöpft aber glücklich erreichten wir den Hafen von Morro Jable auf Fuerteventura, in dem wir – nachdem wir den Sonnenaufgang mit auf- und abfahren abgewartet hatten - unter Segeln anlegten, da eine Schot in die Schraube gekommen war. Froschmann-Gerd löste das Problem, und den Rest des Tages verbrachten wir im hübschen Hafen, aßen gut und genossen die Sitte der Siesta.&nbsp;Doch wir wollten den Einheimischen darin keine Konkurrenz machen und legten am nächsten Morgen Richtung Osten ab und durften abermals einen wunderschönen Segeltag mit kräftigem Wind und Sonnenschein erleben während zeitweise sogar Delfine unseren Weg begleiteten. Als jedoch der Abend hereinbrach, beschlossen wir in einer geschützen Bucht zu ankern. Gerd und Christian fuhren an Land, wo sie auch durch unglückliche Umstände blieben. Sie machten es sich auf dem Trampolin eines Katamarans unter einer verdreckten Plane gemütlich, und schliefen unterstützt von feinem Rum ein. Am nächsten Morgen musste dann eine kleine Schwimmaktion zum Boot durchgeführt werden, wonach wir diesen gastlichen Flecken Erde möglichst schnell verließen.&nbsp;Im nächsten Hafen legten wir dann auch erschöpft gleich wieder an, denn auch die Restcrew hatte die Nacht durch den slippenden Anker eher schlecht als recht geschlafen. Wir blieben noch eine Nacht, um uns von den Strapazen zu erholen, und legten dann Richtung Gran Canaria ab. Auf diesem Teilstück lernte ein Teil der Crew dann seemännisches Handwerk, so wurde unter Anleitung ein Lifebelt gefertigt während sich manche mal wieder den seemännischen Knoten widmen durften, gemäß dem Spruch „ein Tritt in den Hintern ist auch ein Schritt nach vorn“ klappte es schließlich auch einigermaßen.&nbsp;Wir erreichten Gran Canaria im Morgengrauen des folgenden Tages. Da unser Zielhafen voll war, mussten wir nach Puerto Rico ausweichen, einer betongewordenen Hässlichkeit von Ferienort, an dessen künstlichem Strand sich hitzestöhnend Fleischberge aus Nordeuropa wälzten. Wir blieben einstweilen, legten uns genüsslich dazu und begossen das Ambiente. Leider gab es in diesem Ort kein warmes Wasser, so dass die Dusche kein Spaß, sondern bloße Notwendigkeit war.&nbsp;Den obligatorischen Sundowner in der Hand fuhren wir schließlich wohlgemut nach Teneriffa, wo uns allerdings kein Hafen offenstand, so dass wir zähneknirschend direkt nach La Gomera übersetzten, wo wir uns dann auch gleich ins dörfliche Nachtleben stürzten. Als wir am nächsten Morgen gerädert um halb sieben zur Fähre wankten verfluchten wir es bitterlich, waren die Spanier doch immer noch lautstark am Feiern...&nbsp;Da unser Flug erst Montag nachmittag ging, nahmen wir uns noch einen Mietwagen, um Teneriffa, insbesondere die beeindruckende Hochebene um den Teide sowie das Observatorium zu besuchen. Auf der anderen Seite der Insel genossen wir schließlich als würdigen Abschluss einer schönen und erlebnisreichen Seereise ein sehr feines Captainsdinner – vielen Dank dafür an unseren Skipper Hennes! – im „El Monasterio“ oberhalb von Puerto de la Cruz.&nbsp;Nach einer erholsamen Nacht im Auto und dem verhältnismäßig langen Flug kamen wir am darauffolgenden Tag schließlich in München an, welches uns mit schönstem Februarwetter, naßkalt und regnerisch, empfing.&nbsp;</div>
</div>
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<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:15:00 +0100</pubDate>
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<title>Schottland 2003</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/schottland-2003/</link>
<description>Classic Malts Cruise</description><content:encoded>
<![CDATA[Schon vor Jahren hatten einige ASVer den Entschluß gefaßt, an der Classic Malts Cruise in Schottland teil zu nehmen. Nachdem sie das Ganze mehrmals verschieben mußten (&quot;kein Geld&quot;, &quot;keine Zeit&quot;, &quot;keine Crew&quot;, &quot;kein Schiff&quot; usw.), war es dieses Jahr endlich soweit. Eine Crew aus fünf ASVern machte sich mit einer 36 Fuß langen Jeanneau auf den Weg, in zweieinhalb Wochen die schottische Landschaft und die auf der Route liegenden Destillen zu erkunden.&nbsp;
Um auf die lauernden Gefahren des Gebietes vorbereitet zu sein, haben wir uns entschlossen, uns noch in Deutschland mit Themen wie Gezeitennavigation, Seenotfällen und kulturellen Sehenswürdigkeiten zu befassen.&nbsp;
Nach so langer Planung wollte unser Proviantmeister nichts dem Zufall überlassen und so schleppte jeder von uns noch vier Kilo Proviant - was man in England halt nicht kriegt: Brot, gutes Fleisch, Käse - mit in den Flieger, der uns dann nach Glasgow brachte. Während der anschließenden Taxifahrt in das verschlafene Örtchen Crinan hatten wir dann die erste Gelegenheit, die Landschaft zu bewundern und den ersten Kontakt zum einheimischen &quot;Bier&quot; aufzunehmen. Am Schiff angekommen, wurde das Auto des Bootseigners auch gleich als Lieferwagen mißbraucht... es muß ihm zumindest so vorgekommen sein, wenn man bedenkt, wieviel Proviant noch vom nächsten Supermarkt beschafft werden mußte.&nbsp;
Die Windstille am nächsten Tag konnte uns nicht schrecken, so daß wir zu völlig unchristlicher Zeit (um 6 Uhr morgens) unter Dieselsegel in Richtung auf unser erstes Ziel Oban ausliefen, wo wir uns ganz offiziell bei der Cruiseleitung registrierten und uns mit einer kurzen Führung durch die Destille auf die abendliche Willkommensparty einstimmten. Der Whisky, der uns beim Betreten der Feier gereicht wurde, ließ denn auch deutlich erkennen, in welche Richtung der Abend laufen würde... geschickter Weise wurde das Buffet aber erst eröffnet, als der eine oder andere Whisky, Cider oder ähnliches die Kehlen der durstigen Gäste hinunter gelaufen war. Alles in allem ein sehr schöner Abend, bei dem sich die ungeheure Freundlichkeit der Schotten und auch die Offenheit aller Teilnehmer zeigte. Der eine oder andere von uns machte hier auch erste Bekanntschaft mit den irischen Teilnehmern an der Cruise, was sich dann im weiteren Verlauf an gewissen Ausfallserscheinungen zeigte. Der Betreffende sucht sein Handy immer noch. Nur der Tatsache, daß das Fest um 9 Uhr von den Veranstaltern beendet wurde, die die Gäste mit Dudelsäcken zum Bootsanleger eskortieren ließen, ist zu verdanken, daß die Freibar nicht noch intensiver genutzt wurde.&nbsp;
Am nächsten Tag - zu angemessen später Stunde - verließ dann die Flotte zu Dudelsackklängen den sicheren Hafen von Oban. Wir wandten uns nach Süden, wo wir in dem schmalen Kanal zwischen dem Festland und dem vorgelagerten Kerrera unsere Segel setzten und uns auf den Weg in die Schottische See machten. Unsere Überraschung war aber groß, als schon nach wenigen Manövern kurz vor einer geplanten Wende das Steuerkabel riß und wir kurzzeitig nur durch Verstellen der Segel manövrieren konnten. Nach einigen Minuten krampfhafter Suche hatten wir dann die Notpinne montiert und konnten &quot;normal&quot; weiterfahren. Naja, so kann's halt passieren bei einem alten Schiff.&nbsp;
Die kommende Nacht verbrachten wir zusammen mit drei anderen Schiffen in einer sehr schönen Ankerbucht namens Tinker's Hole, um nach einem gemütlichen Frühstück dann den ersten Höhepunkt unserer Reise anzusteuern: die Insel Iona.&nbsp;
Iona begrüßte uns zur Abwechslung mit Sonne und T-Shirt-tauglichen Temperaturen. Nach diversen Ankermanövern mußten wir leider feststellen, daß unsere Ankerwinsch nicht mehr funktionierte, jedoch nicht ohne uns vorher die gesamte Energie aus der Starterbatterie zu saugen. Es ist kein schönes Gefühl, weder an einem Anker fest zu sein noch die Maschine starten zu können. Erst mit Hilfe der Verbraucherbatterie konnten wir durch Überbrücken unseren Motor starten und unsere Starterbatterie wieder laden. Durch diese Probleme sowie den guten Ankergrund ermutigt, beschlossen wir in zwei Gruppen das Land zu erkunden. Neben der pitoresquen Landschaft findet man hier auch die älteste Kathedrale Schottlands.&nbsp;
Gegen den späten Nachmittag haben wir dann unsere Cruise in Richtung &quot;Foul Anchorage&quot; fortgesetzt. Trotz des Namens waren wir mit dem Ankerplatz sehr zufrieden. Kurz nach uns lief noch ein Fischtrawler in den Hafen, dem wir einigen Beifang abnahmen.&nbsp;
Am nächsten Tag setzten wir Kurs auf Staffa, eine hauptsächlich aus Basaltsäulen bestehende Insel. Touristische Attraktion ist Fingol`s Cave, eine im Laufe der Zeit durch Ausspühlung entstandene Höhle, die sich durch eine besondere Akustik auszeichnet. Vor dem aufziehenden Schlechtwetter beschlossen wir, nach Tobermory abzulaufen, um dem Schlimmsten zu entgehen. Da wir in Tobermory keine freie Mooring mehr fanden, gingen wir an einem irischen Schiff längsseits und wurden von der Besatzung auf den obligatorischen (hier allerdings irischen) Whisky eingeladen. Nachdem wir mit dem Whisky eine gute Grundlage geschaffen hatten, trafen wir uns später noch mit den restlichen im Hafen liegenden irischen Besatzungen in einem Pub.&nbsp;
Unser nächstes großes Ziel war die Insel Skye, genauer gesagt die am tief eingeschnittenen Loch Harport liegende Talisker Destillery. Ein besonderes Erlebnis war die seglerisch reizvolle Passage durch die enge Durchfahrt in die sich danach auftuende Bucht vor der Ortschaft. Da wir uns für diesen Nachmittag bereits zu einer Whisky-Verkostung angemeldet hatten, mußte die Besichtigung auf den nächsten Tag warten. Das abendliche Fest kam allerdings nicht an die Vorlage von Oban heran, woran die abgelegene Lage der Destille Schuld war. Um uns zum einen von den bisherigen Strapazen zu erholen und zum anderen unsere Radsteuerung zu reparieren, entschlossen wir uns an dieser Stelle zu einem Hafentag mit abendlichen Besuch bei einem Barndance. Seine Beobachtungen an diesem Abend faßte ein Crewmitglied wie folgt zusammen: &quot;In dem Alter, in dem normale Frauen aufblühen, tun schottische Frauen aufgehen.&quot;&nbsp;
Schwer geschockt verließen wir am nächsten Morgen die Insel Skye und setzten Kurs auf die äußeren Hebriden. Bei kräftigem Wind liefen wir raumschots nach South Uist, wo wir an einem verfallenen Fähranleger an der einzig windstillen Stelle auf der ganzen Insel festmachten. Nach einem kurzen Spaziergang über die Insel trafen wir auf einen Fischer, der unseren Speiseplan mit frischem &quot;pollack&quot; erweiterte. Leider widerstand der Fisch unseren vereinten Bemühungen, ihm etwas Geschmack zu verleihen. Selbst karamelisiert in Pfefferkruste war er nur bedingt genießbar. Insgesamt also der ideale Fisch für die englische Küche. Ach ja, hinter pollack verbirgt sich übrigens Seelachs...&nbsp;
Nach einigen Boje-über-Bord-Manövern am nächsten Morgen steuerten wir Barra an, die südlichste Insel der äußeren Hebriden. Wegen der widrigen Wetterbedingungen, wir hatten 6-7 Bft. gegenan, blieb es allerdings beim Versuch und wir machten buchstäblich im letzten Tageslicht an einer Mooring in einer Bucht der Insel Coll fest. Es wurde eine unruhige Nacht. Nicht nicht genug damit, daß circa 30 Meter hinter unserem Heck Felsen im Wasser waren, auch der Wind sollte über Nacht so drehen, daß der Schwell genau in die trichterförmige Bucht stand. Zu allem Überfluß weckte uns auch noch in aller Herrgottsfrühe der Hafenmeister, um die Liegegebühr von 10 Pfund (!) einzufordern.&nbsp;
Auf der Überfahrt hatte Bernhard noch ein ganz besonders Erlebnis: Als er die Tür zur Kabine öffnete, schwammen ihm sämtliche Schuhe auf einem Ölteppich entgegen. Nachdem er die ersten 20 Liter entsorgt und unsere Position gemacht hatte, weckte er Frank und ging an Deck. Nach einer guten Viertelstunde rudergehen hatte sein Gesicht auch wieder einen normalen Farbton. Zurückblickend war wohl Wasser über die Stopfbuchse in die abgetrennte Motorbilge gelaufen und von dort mit einigen Dieselresten über die Abtrennung in die Hauptbilge und die Steuerbordkabine geschwappt.&nbsp;
Unser Ankerplatz in einer Bucht an der Nordspitze von Islay entschädigte uns für die letzten Tage. Ein wunderschöner Sonnenuntergang, den wir uns nur mit den in der Bucht herumschwimmenden Seehunden teilen mußten, schmückte unseren Abend. Unser zur Sicherheit eingeschaltete Ankeralarm informierte uns am nächsten Morgen auch zuverlässig, als wir uns beim Aufholen genau über unserem Anker befanden.&nbsp;
Auf die geplante Einfahrt in das navigatorisch sehr anspruchsvolle Loch Tarbert mußten wir allerdings verzichten, da eine dichte Nebeldecke sämtliche Peilmarken vor uns verbarg. Wir schossen darauf hin mit 5 Knoten Schiebestrom durch den Sound of Jura und machten über Nacht am neu gebauten Steg der Caol Ila Destillery fest und stärkten uns mit selbstgemachter Pizza con tutti. Zu unserer großen Enttäuschung wurde die Destille aber gerade renoviert; es gelang uns aber trotzdem, eine Privatführung zu ergattern, in deren Verlauf wir Einblicke erhielten, die sicherlich nicht Teil einer normalen Tour sind.&nbsp;
Auf die Gezeitenströme abgestimmt, liefen wir am nächsten Morgen gegen 10 Uhr in Richtung auf das Ziel der Whisky-Cruise aus, nach Lagavulin. Die Ansteuerung war genauso abenteuerlich wie unsere Karte. &quot;Fahren Sie so, daß sie von der Aufschrift des Lagerhauses nur die Buchstaben ‚ulin' sehen können.&quot; Da in der Ansteuerung ausdrücklich vor dem Felsen am Fuße der Backbord-Marke gewarnt wurde, hielten wir natürlich eine angemessenen Sicherheitsabstand... was uns zielsicher auf den uns verschwiegenen Felsen steuerbords führte. Wir befanden uns aber in guter Gesellschaft: 2/3 der schon in der Bucht liegenden Schiffe hatten diesen Felsen auch schon gefunden. Die ganze Affäre belastete uns nicht sonderlich, hatte uns doch der Eigner quasi als Entschuldigung für die veralteten Seekarten zwei wertvolle Sätze mit auf den Weg gegeben: &quot;Rocks don't move!&quot; und &quot;Solange ihr nicht mit mehr als 2 Knoten Fahrt auf Grund lauft, macht es nichts.&quot;&nbsp;
Abgerundet wurde die Cruise mit einer fantastischen Abschlußveranstaltung mit sehr gutem und reichhaltigem Buffet, Freigetränken und Livemusik. Schade war nur, daß etliche Schiffe sich entschlossen hatten, Lagavulin nicht mehr anzulaufen sondern direkt in ihre Heimathäfen zurückzukehren - allerdings ohne den Veranstalter davon zu informieren. Glücklicherweise ergaben unsere Gezeitenberechnugnen vom Vortag, daß wir bis zu unserem Zielhafen Crinan mit Schiebestrom rechnen konnten, wenn wir um 11 Uhr auslaufen. Wir nutzen dann an unserem letzten Segeltag das traumhafte Wetter mit Sonne, guten 4 Windstärken von achtern und Schiebestrom, um unter Spi dem Ende unserer Reise entgegen zu rasen. Der Goldene Bleifuß geht übrigens an Sebastian, der im Surf kurzzeitig 11,4 Knoten auf der Logge stehen hatte. Überflüssig zu erwähnen, daß bei diesen Bedingungen auch unser bisher arg reduzierter Bierkonsum das gewohnte Ausmaß erreichte. Bisher war es einfach zu kalt für ein kühles Bier gewesen, so daß wir lieber zum Tee mit Rum griffen.&nbsp;
Nach der Rückgabe des Schiffes und erfolgreichen Preisnachlassverhandlungen mit dem Eigner fuhren wir am nächsten Tag zurück nach Glasgow, wo wir uns in einem Hostel einquartierten und die Freuden einer nicht kostenpflichtigen Dusche mit voller Stehhöhe ausgiebig genossen. Solchermaßen gestärkt brachen wir in die Stadt auf, und klapperten die wenigen Sehenswürdigkeiten ab. Das abschließende Captain's Dinner brachte die Reise zu einem tollen Abschluß.&nbsp;
Michael und Florian&nbsp;
Crew: Frank Müller-Boruttau, Bernhard Mehnert, Sebastian Böser, Florian Schrimpf, Michael Meyer&nbsp;
Schiffstyp: Jeanneau Sun 36&nbsp;
Zeitraum: 17.07.03 bis 03.08.03&nbsp;
Strecke: 364 sm unter Segel, 83 sm unter Motor&nbsp;
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<category>Seereisenberichte</category>
<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:12:00 +0100</pubDate>
</item>
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<title>Skandinavien 2004</title>
<link>http://asvim.de/news/news-single/beitrag/skandinavien-2004/</link>
<description>Helsinki - Stockholm - Rostock </description>
<content:encoded><![CDATA[<div class="csc-textpic-text">techn. Daten: Dehler 39 cws, Länge 12,10 m; Breite 3,80 m; Tiefgang 1,95 m; Segelfläche 72 m²; 5,9 t;&nbsp;
Crew: Bb. Lohlein IV Philipp, Bb. Schrimpf Florian, Gast Herrea Amalio (bis Stockholm)&nbsp;
Route: Helsinki – Hankö – Mariehamn – Stockholm – Nynaeshamn – Kalmar – Christiansö – Ystad – Rostock&nbsp;
Distanz: 764 sm über Grund (511 sm unter Segeln, 252 sm unter Motor)&nbsp;
Die Reise entstand durch den Wunsch von Bb. Lohlein I, endlich St. Petersburg auf eigenem Kiel anzulaufen. Die Hinreise sollte durch Bb. Lohlein I erfolgen, für die Rückreise stand somit Lohlein IV als Schiffsführer fest. Der Crewwechsel sollte in einem günstig gelegenen Übergabehafen in Finnland erfolgen, von wo aus eine Aktivenseereise zurück nach Rostock führen sollte. Die Route zurück sollte wie die Hinreise ebenfalls über die baltischen Staaten führen. Dies jedoch war nur mit einer ausreichenden Mannschaftsstärke durchführbar. Hierauf angesprochen reagierten einige Aktiven mit großem Enthusiasmus, der jedoch jäh durch die anstehenden Prüfungen und dem allgemeinen Studienablauf gebremst wurde, so dass letztendlich für die Reise als Crew die BbBb. Lohlein IV und Schrimpf übrig blieben. Fazit: die Fahrt über das Baltikum war unmöglich und es begannen die Vorbereitungen für die Rückreise über Skandinavien. Wenige Wochen vor der Abreise paukte sich noch kurzentschlossen ein Gast, Amalio Herrera, der bis dato noch kein Segelschiff betreten hatte, für die Etappe Helsinki – Stockholm bei der unerschrockenen Crew ein.&nbsp;
Helsinki sollte nicht verlassen werden, ohne zumindest die Drei Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Das Schiff zerrte bei der Rückkehr bereits an den Festmachern und nach einer schnellen Proviantergänzung wurde abgelegt. Nach passieren des raffiniert gesteckten Labyrinthes der Hafenausfahrt, wurde in einigermaßen freiem Seeraum Segel gesetzt. Der Wind wehte aus WSW mit der Stärke 3, was für den Reiseauftakt von der Windstärke her gutes Segelwetter verhieß, jedoch die Richtung eine Kreuz bescherte. Ungeachtet dieser Begebenheit wurden munter die ersten Seezeichen des zerklüfteten Archipels erkreuzt.&nbsp;
Hier sei etwas über die hiesige Navigation erwähnt. Das Kartenmaterial dieser Gegend für die Sportschiffahrt besteht aus einem ca. DinA 3 großem Ringbuch, deren Karten nicht unbedingt aufeinanderfolgen und deren sonstige Reihenfolge eher zufällig als systematisch erscheinen. Dieser Umstand macht in diesem Revier eine regelmäßige Tagesreiseplanung notwendig, die mit Seitenzahlen und deren Kartenfolgen vorher in Ruhe betrachtet werden will. Die Seezeichen in diesem Revier unterscheiden sich erheblich vom Kartenmaterial. Existieren da zwar Kardinaltonnen, die man nicht auf Anhieb als diese erkennen vermag, da die Farbe gelb entweder den Finnen als das bekannt ist, was in der deutschsprachigem Raum weiß benannt wird, oder die Farbe gelb ist schon länger ausgegangen; findet man dann aber sehr zum Erstaunen, mit Buchstaben gekennzeichnete, Baken, die dem Alphabet folgend benannt sind und so anhand der Reihenfolge in der Karte schnell nachvollzogen werden können.&nbsp;
Den krönenden Abschluß dieses ersten schönen Segeltages verbrachten wir vor Anker in einer traumhaft schönen Bucht mit... Pasta und Rotwein. Leider nahm der Wind über Nacht stark ab, so daß nach einigen heroischen Segelversuchen der Rest des Windes kurzerhand mit dem ehernen Leesegel bewältigt wurde. Mangels Wind wurden somit einige weiter innen liegende Durchfahrten befahren, die bei anständiger Brise wahrscheinlich in Lee oder Luv(?) liegengeblieben wären. Über Hankö und Utö konnte die Vielfalt der finnischen Schärenwelt, die von üppig begrünten großen Inseln bis zu weiten Wasserflächen mit neckisch aus dem Wasser lugenden Steinbrocken reicht, erkundet werden. Ein weiteres Etappenziel lag nun greifbar: Mariehamn auf den Aland-Inseln. Nach drei windarmen Tagen genoß die Crew die lange Kreuz bei bis zum teil starkem Wind, wenig Welle und Sonnenschein. Der Tag begann wenig vielversprechend. Utö mußte wegen der täglichen Fährverbindung zum Festland und des einzigen noch freien Liegeplatzes am Fähranleger schon um 7:00 Uhr verlassen werden.&nbsp;
Helsinki sollte nicht verlassen werden, ohne zumindest die Drei Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Das Schiff zerrte bei der Rückkehr bereits an den Festmachern und nach einer schnellen Proviantergänzung wurde abgelegt. Nach passieren des raffiniert gesteckten Labyrinthes der Hafenausfahrt, wurde in einigermaßen freiem Seeraum Segel gesetzt. Der Wind wehte aus WSW mit der Stärke 3, was für den Reiseauftakt von der Windstärke her gutes Segelwetter verhieß, jedoch die Richtung eine Kreuz bescherte. Ungeachtet dieser Begebenheit wurden munter die ersten Seezeichen des zerklüfteten Archipels erkreuzt.&nbsp;
Hier sei etwas über die hiesige Navigation erwähnt. Das Kartenmaterial dieser Gegend für die Sportschiffahrt besteht aus einem ca. DinA 3 großem Ringbuch, deren Karten nicht unbedingt aufeinanderfolgen und deren sonstige Reihenfolge eher zufällig als systematisch erscheinen. Dieser Umstand macht in diesem Revier eine regelmäßige Tagesreiseplanung notwendig, die mit Seitenzahlen und deren Kartenfolgen vorher in Ruhe betrachtet werden will. Die Seezeichen in diesem Revier unterscheiden sich erheblich vom Kartenmaterial. Existieren da zwar Kardinaltonnen, die man nicht auf Anhieb als diese erkennen vermag, da die Farbe gelb entweder den Finnen als das bekannt ist, was in der deutschsprachigem Raum weiß benannt wird, oder die Farbe gelb ist schon länger ausgegangen; findet man dann aber sehr zum Erstaunen, mit Buchstaben gekennzeichnete, Baken, die dem Alphabet folgend benannt sind und so anhand der Reihenfolge in der Karte schnell nachvollzogen werden können.&nbsp;
Den krönenden Abschluß dieses ersten schönen Segeltages verbrachten wir vor Anker in einer traumhaft schönen Bucht mit... Pasta und Rotwein. Leider nahm der Wind über Nacht stark ab, so daß nach einigen heroischen Segelversuchen der Rest des Windes kurzerhand mit dem ehernen Leesegel bewältigt wurde. Mangels Wind wurden somit einige weiter innen liegende Durchfahrten befahren, die bei anständiger Brise wahrscheinlich in Lee oder Luv(?) liegengeblieben wären. Über Hankö und Utö konnte die Vielfalt der finnischen Schärenwelt, die von üppig begrünten großen Inseln bis zu weiten Wasserflächen mit neckisch aus dem Wasser lugenden Steinbrocken reicht, erkundet werden. Ein weiteres Etappenziel lag nun greifbar: Mariehamn auf den Aland-Inseln. Nach drei windarmen Tagen genoß die Crew die lange Kreuz bei bis zum teil starkem Wind, wenig Welle und Sonnenschein. Der Tag begann wenig vielversprechend. Utö mußte wegen der täglichen Fährverbindung zum Festland und des einzigen noch freien Liegeplatzes am Fähranleger schon um 7:00 Uhr verlassen werden.&nbsp;
Bei Nieselregen, noch schwachem Wind und ohne Frühstück konnte die von Wracks gespickt Haupteinfallroute in den Schärengarten erkreuzt werden. Einer Peilung der anderen folgend wurde Lumperland mit Reff 1 umschifft und die Einfahrt in die Alands erreicht. Ein langsam von achtern auf kommendes Segel weckte die Regattetriebe und so wurde kein Meter hergeschenkt. Eine unvermittelt einsteigenden Bö beim Verlassen einer engen Durchfahrt festigte den Entschluß rechtzeitig gerefft zu haben und mit Spannung wurde die Passage des folgenden Schiffes erwartet, das unter Vollzeug zu laufen schien. Die Kap- und Düseneffekt ließen den Nachfolgenden bei der Passage kräftig überholen und nach Loswerfen der Genoaschot mit flatterndem Tuch wiederaufrichten. Während die Dehler ungeirrt ihre Bahnen zog, wurde dort hinten das Vorsegel kräftig weggerollt. Einige Wenden später kreuzten sich unsere Kurse und es konnte festgestellt werden, daß es sich bei dem Kontrahenten um einen einheimischen Typ für Finnland, eine Swan, handelte, geschätzt 45 ft jedoch mit ungewöhnlicher Nationalen, dem Union Jack, - ein Britte!? Die Reise sollte noch viele Überraschungen bieten.&nbsp;
Die Swan hatte noch einige Arbeit bis sie 3 Stunden später endgültig verschwand, da den Westhafen ansteuernd, während unsere Reise den Osthafen als Ziel gewählt hatte. Vorbei an einigen tückischen Unterwasserhindernissen und durch eine der meist befahrenden aber deshalb nicht besonders breiten Fahrrinne führte der Weg zu einem sehr idyllischen Binnenmeer mit einem schwierig im Gegenlicht auszumachenden Nadelöhr Richtung Mariehamn.&nbsp;
Hier sei erwähnt, daß Mariehamn, gerade 100 Jahre alt, nur wenig zu sehen bietet, außer einer schönen Lage in den Alands, die wir über einen Kanal mit Drehbrücke erreichten, einer niedlichen Kirche, wobei sehenswerter der Kindergarten daneben ist, und, na ja wer kennt sie nicht, die Pommern natürlich. Der Hafen hatte zum ersten mal eine geöffnete und in Betrieb befindliche Sauna, was in Finnland auch nicht immer Regel ist. Auf der Reise wurden einige Häfen angelaufen in denen auch eine Sauna zum Sanitärtrakt gehört, jedoch mit seltsamen Öffnungszeiten, bzw. vorheriger Anmeldung.&nbsp;
Die Überfahrt nach Schweden wurde auf Grund eines sehr böigen und stürmischen NW- Wind auf den darauffolgenden Tag verschoben was immer noch einen schnellen aber recht ruppigen Schlag zur Folge hatte. Der Dritte im Bunde, wollte bis Samstag den Flieger gen Heimat erreichen. Eine erneute schöne Ankerbucht und vorbei an der Feste Växholm und schon erreicht man völlig unvermittelt eine größere Schäre umfahrend Stockholm. Wir entschlossen uns, einen Liegeplatz im verkehrsgünstig gelegenen Vasahamn zu suchen wo wir auf zwei Schiffe des Hamburger ASVs stießen, von deren Crews wir über das geplante Verbandsaktiventreffen informiert wurden. Stockholm hat vieles zu bieten, zum Beispiel das Vasamuseet. Das Vasamuseet gehört zu den sehenswertesten Schiffsmuseen überhaupt. Man sollte sich hierfür mindestens einen halben Tag Zeit nehmen... den restlichen Tag kann man in Stockholm auch noch sinnvoll verbringen. Wir nutzen ihn beispielsweise, um zum ersten Mal unsere Vorräte ordentlich zu ergänzen. In Stockholm verließ uns dann auch ein Drittel unserer Crew.&nbsp;
Über die landschaftlich sehr reizvolle aber zum Teil auch sehr enge Südausfahrt Richtung Dallerö verließen wir Stockholm. Bei der Durchfahrt war der Kronenumfang der Bäume neben dem Kanal eine größere Herausforderung als die garantierte Wassertiefe von 2 Metern. „Fahr weiter an den Rand, da vorne kommt uns einer entgegen...“ – „Hast du mal nach oben geschaut?“&nbsp;
Kurz nach Verlassen der engen Durchfahrt konnten wir einen 95er-Schärenkreuzer in seinem natürlichen Lebensraum beobachten und unter Vollzeug an uns vorübergleiten sehen. Zu diesem Zeitpunkt fand in Nynaeshamn eine Schärenkreuzerregatta statt, die uns noch einige dieser Erlebnisse bescherte. Hier erreichte uns eine SMS von Bb. Mehnert, der uns begeistert mitteilte, daß seine Crew endlich passenden Wind zum Spisegeln gefunden hatte. Davon inspiriert setzten wir platt vor Laken laufend ebenfalls testweise unser buntes Tuch, was den Ehrgeiz in der Nähe befindlicher Boote anregte. Das entstehende Spi-Ballett ließen wir allerdings bald in unserem Heckwasser zurück. Bei langsam auffrischendem Wind entschlossen wir uns jedoch schon nach kurzer Zeit, aus Sicherheitsgründen den Spi wieder zu bergen... rückblickend betrachtet ein Fehler, da nur ein lokaler Düseneffekt den Wind verstärkt hatte, wir jetzt aber mit 2-3 Bft. sachte Richtung Süd-Westen liefen. Auf dem Weg zum Tagesziel warf uns Rasmus einen kleinen Felsbrocken vor den Kiel, der uns unter Spi wahrscheinlich verfehlt hätte. Mit vereinter Hilfe von schwedischer Marine und Seenotrettung konnten wir auch dieses Hindernis überwinden, auch wenn wir dafür Teile unseres Ruders opfern mußten. Die dabei entstandenen Schäden inspizierten wir am nächsten Tag im Hafen von Nynaeshamn und reparierten, was uns möglich war. Zusätzlich ermuntert durch das schlechte Wetter mit Sichtweiten um die 100 Meter beschlossen wir, hier auch noch eine zweite Nacht zu bleiben. Da sich bei einigen Testkringeln die Manövrierfähigkeit nicht wesentlich beeinträchtigt gezeigt hatte und die Bilgen nach der zweiten Nacht immer noch trocken waren, entschlossen wir uns, die Reise in großen Sprüngen nach Süden fortzusetzen. Das dabei immer freundlicher werdende Wetter und der moderate Wind beflügelten uns zu Etmalen bis zu 80 sm. Dennoch nahmen wir uns Zeit, einen typischen schwedischen Schärenliegeplatz zu suchen und das Schloß Kalmar zu besichtigen. Auch der Anblick der beiden netten jungen Damen, die das Eiscafé am Gästehafen betreiben, versüßte uns unseren Aufenthalt. Auf dem Weg nach Kalmar machten wir Station in Oskarshamn, das weniger wegen der Liegemöglichkeiten hier erwähnt sein soll, sondern als Warnung, daß die ein- und auslaufenden Fähren mit nahezu Höchstfahrt ohne Rücksicht auf Verluste durch das Fahrwasser pflügen. Die Reise führte uns über Sandhamn weiter nach Christiansö, das wir nach anfänglichem Nebel mit Sichtweiten deutlich unter 100 Metern und von Backbord achteraus aufkommenden Schraubengeräuschen, gelegentlich von einem lauten Signalhorn übertönt, unter Spi bei strahlendem Sonnenschein erreichten. Von dort aus zog uns unser Spi in zwei großen Schlägen über Ystad nach Klintholm. In beiden Häfen trafen sehr freundliche, aber vom Typ her völlig verschiedene Crews, die von unserer Reisegestaltung ebenso überrascht wie begeistert waren. („Die Süddeutschen halt, die ziehen das durch...“ – „Wie ich jünger war, habe ich auch solche Sachen gemacht.“) Das nach dem Einkauf in Ystad genossene Fatöl war auch nicht teurer als das Bier beim Stammtisch und durchaus genießbar. Vom Lätöl hingegen können wir nur abraten... selbst als Frühschoppen ist es nicht zu gebrauchen. Zum Abschluß der Reise konnten wir noch einen 11-Knoten-Surf, wieder unter Spi, kurz vor der Hafeneinfahrt von Rostock verbuchen. Nach schnellen 10 Tagen wurden in Warnemünde die Segel das letzte Mal geborgen und zum Tanken der Alte Strom angelaufen. Die bestehenden Plätze sind fast vollständig in der Hand des Warnemünder ASV, der sehr unhöflich jeden Segler abweist, und nicht gerade ein Vorbild für seemännischer Kameradschaft darstellt. Verärgert darüber verließen wir den Alten Strom und motorten die restliche Strecke die Unterwarnow hoch bis in den Stadthafen von Rostock, wo wir am Abend die Reise im Silo 4 mit Mojito und B52 unter den Tisch tranken.&nbsp;
Den nächsten Tag verbrachten wir mit dem Aufklarieren des Schiffes und machten uns am Freitag mit einem Leihwagen auf den Weg gen Süden und besuchten in Berlin noch Bb. Keller mit Familie bevor es endgültig nach München zurück ging.&nbsp;
Abschließend seien uns noch einige Kommentare erlaubt:<br />Und sie kreuzt doch<br />Landungsluken schmücken einen Prahmsteven ungemein<br />Es gibt 4 Möglichkeiten, auf See zu kühlen: Autokühlbox, Kühlakkus über Nacht bei Supermärkten einkühlen, Eis vom Fischer, Einkaufen von tiefgefrorenen Lebenmitteln<br />Er heißt auch dort oben Rasmus und man kann mit ihm gut auskommen; wenn man ihn Neptun nennt, dann wird er unfreundlich<br />Unser Bier war kalt!<br />13 Fuß pro Person&nbsp;
Philipp Lohlein &amp;&nbsp;<link javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,hnqtkcp0uejtkorhBioz0pgv');>Florian Schrimpf</link>&nbsp;</div>
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<category>Seereisenberichte</category>
			<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:12:00 +0100</pubDate>
			
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